Molekulare Strömung
Formel von Knudsen
Die Formel von Knudsen für die Leckrate bei molekularer Strömung lautet:
Aus der Formel von Knudsen kann man erkennen, dass sich, im Gegensatz zur laminaren Strömung, bei der molekularen Strömung die Leckrate in Abhängigkeit vom Druck linear proportional verändert.
Illustration
Umrechnung bei Gasartwechsel
Die Abhängigkeit der Leckrate bei Änderung der Gasart folgt bei molekularer Strömung reziprok proportional der Quadratwurzel aus der relativen Molekülmasse (molare Masse). Im Gegensatz zur laminaren Strömung kann es hier größere Unterschiede in der Leckrate geben. Die Umrechnung erfolgt bei gleichbleibendem Differenzdruck wie in der nächsten Formel gezeigt:
Beispiel: Helium-Leckrate in Luft-Leckrate
Für die Umrechnung von Helium-Leckrate in Luft-Leckrate ergibt sich zum Beispiel:
| Größe | Zeichen | Wert |
|---|---|---|
| Heliumleckrate | q_A | 1 · 10⁻⁸ mbar·l/s |
| Molare Masse Helium | M_A | 4 g/mol |
| Relative Molekülmasse Luft | M_B | 29 g/mol |
| Luft-Leckrate | q_B | gesucht |
Praxishinweis zum Faktor 2,7
Die Luftleckrate ist also bei molekularer Strömung rund 2,7-mal kleiner als die Heliumleckrate. Auf Datenblättern von Heliumlecksuchgeräten findet man neben der Angabe der kleinsten nachweisbaren Helium-Leckrate oft auch die Angabe der dazu äquivalenten Luft-Leckrate, die dann um den Faktor 2,7 kleiner ist. Dies kann zu Irrtümern führen, da dieser Umrechnungsfaktor nur für die molekulare Strömung gilt und nicht für den gesamten Messbereich des Lecksuchgerätes. Helium-Lecksuchgeräte der heutigen Generation können auch millionenfach größere Leckraten messen.